Wanderregionen in Bulgarien

Bulgarien macht einen tiefen Eindruck mit seinem besterhaltenen Naturreichtum. Das Land besitzt eine faszinierende Naturvielfalt von Gebirgen, Flüssen und Ebenen, Höhlen und Felsen, Canyons und Wasserfälle. Die reiche biologische Vielfalt trägt zum einmaligen Charakter seiner Landschaften bei. Die gut markierten Wanderwege sind die angenehmste Art, Bulgarien kennen zu lernen.

Mit seinen zahlreichen Bergketten, die sich meist im s
üdlichen Teil des Landes erheben, kann Bulgarien zweifellos als ein gebirgiges Land bezeichnet werden, dessen durchschnittliche Höhe über 450 m u.d.M. liegt. Acht bulgarische Gebirge sind höher als 2000 m, jedes davon mit seinem eigenen Gebirgscharakter und seltsamer Schönheit.

Die zahlreichen Skigebiete und Gästehäuser in den Gebirgsdörfern, die komfortablen Hotels und Hütten, der zuverlässige Rettungsdienst, die modernen Facilitäten zum Skilaufen und die gut markierten Wanderwege ermöglichen ganzjährig den Genuss, den die zahlreichen Aktivitäten im Freien anbieten.

Bulgarien bietet besonders im Sommer hervorragende Konditionen fur Abenteuer-Reisen und im Rila-, Pirin-, Rhodopen- und Balkangebirge k
önnen wochenlange Trekkings unternommen werden. Der Sommer ist auch zum Pferdereiten und Radfahren in Strandsha, Vitoscha, Stara Planina und den Rhodopen verlockend, bis im Winter bieten Pirin, Rila, die Rhodopen und Vitoscha sehr gute Möglichkeiten fur Skitouren, Ski- und Langlaufen und Schneeschuhwandern an.

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Rila-Gebirge

Rila ist das höchste Gebirge Südosteuropas. Der Gipfel Mussala ist 2925 m hoch. Rila besitzt riesige Wasservorkommen. Zwei von den größten bulgarischen Flüssen - Iskar und Maritza - entspringen hier. Das Gebirge verfügt über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur aus Gebirgsorten und Dörfern, Sportzentren, Hütten, markierte Wanderwege und Rettungsdienst. Im Gebirge gibt es mehr als 100 Gipfel, die höher als 2000 m sind, und über 180 Glazialseen.


Der Nationalpark Rila ist der größte in Bulgarien. Sein Territorium umfasst die größten Waldökosystemen, die aus Kiefer (Abies alba) und Fichte (Picea exelsa), gemischt mit Weisser Pinie (Pinum peuce) bestehen. Der Nationalpark Rila ist Lebensraum von einer fur Europa einmaligen Fauna. Mehr als 100 Vogelarten und die größte Population an Balkan-Gemsen in Bulgarien sind hier vertreten.

Das Gebirge bietet zahlreiche Möglichkeiten fur Sport, wie Skilaufen, Wandern und Langlauf, Schneeschuhwandern, Reiten, Vogel- und Bärenbeobachtung, botanische Exkursionen und Bauernhofurlaub. Gut markierte Wanderwege ermöglichen das Bergwandern auch im Winter.

Zahlreiche Ausgangspunkte sind an den Hängen des Gebirges gelegen. Die berühmtesten sind Borovets - am Fuß des Mussala im Nordteil von Rila, Panitschischte - bei den Sieben Seen und das Rila-Kloster, Semkovo - zu den Ribni-Seen und den Grantschar- und Makedonija-Berghutten. Skilaufen ist auch im Gebiet von Semkovo möglich. Das Gebiet von Maljovitza ist nicht nur als die Wiege des bulgarischen Alpinismus, sondern auch als ein begehrtes Ziel zum Skilaufen bekannt. Interessant ist auch Govedartsi - ein malerisches Dorf mit einer kleinen Skipiste. Das zweitgrößte Skigebiet des Landes ist am Nordfuß des Gebirges gelegen und heißt Borovets.

Borovets ist der älteste Gebirgskurort Bulgariens, als Ferienort im 19 Jh gegründet. Es liegt mitten in einem alten Kiefernwald am Fuß des Gipfels Mussala. Der Ort liegt in 1350 m u.d.M. und ist leicht erreichbar.

Rila-Kloster

Das Rila-Kloster ist
eines der international bedeutendsten orthodoxen Klöster und das größte im  Land. Seit Generationen ist das Kloster Anziehungspunkt fur Pilger wie fur Touristen. Als charakteristisches Beispiel fur die Bulgarische Wiedergeburtszeit wurde es 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

     

Im 10.Jh. hat sich der Mönch Ivan Rilski hierher als Eremit in eine Höhle zuruckgezogen und das Kloster gegründet.

Unsere Reisen im Rila-Gebirge können Sie hier schauen:

WANDERN IN RILA UND PIRIN

SCHNEESCHUHWANDERN IN RILA

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Pirin-Gebirge

Das Pirin-Gebirge erhebt sich zwischen den Tälern der Flüsse Struma und Mesta. Die riesigen Marmor- und Granitfelsen verleihen dem zweithöchsten Gebirge Bulgariens seinen alpinen Charakter. Das Besteigen des höchsten Gipfels Vichren (2914 m u.d.M.) ist eine wahre Herausforderung für jeden Bergsteiger. Im Gebirge gibt es mehr als 170 Seen, die meist in den Trogtälern zwischen den mächtigen Felszacken liegen und als die märchenhaften Augen des Gebirges bezeichnet werden. Die zauberhaften Berge, die den Namen des slavischen Gottes Perun tragen, sind eine Zufluchtsstatte fur mehrere seltene und gefährdete Arten. Das Edelweiß, die Weiße Pinie (Pinum peuce) und die wilde Balkan-Gämse sind die typischen Symbole von Pirin.

Der Nationalpark Pirin umfasst den nördlichen Teil des Gebirges und ist mit seiner einmaligen Schönheit bekannt. Der Park ist wegen seiner bemerkenswerten biologischen Vielfalt in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Der westliche Zugang ins Gebirge liegt in der Schlucht von Kresna und führt bergauf zum Gipfel Sinanitza. Im Osten bilden das Tal von Mesta und die Stadt Gotze Deltschev einen guten Ausgangspunkt. Der zentrale und der südliche Teil von Pirin bieten ein anderes Panorama, in dem die wilden Felsen durch den dichten Wald mit seinen mehreren Bewohnern ersetzt werden. Die Landschaft wird von den Sandsteinpyramiden von Melnik und Karlanovo gepraägt, die nicht nur mit ihrem eigenartigen Aussehen bekannt sind, sondern auch mit der beherrschenden Rolle des Mittelmeerklimas, das den Weinbau in der Region bevorzugt.

Ohne Zweifel gehort das Städtchen Bansko zu den attraktivsten Orten im Pirin-Gebirge - ein Ort mit reicher Geschichte und dem größten Skigebiet Bulgariens. Bansko liegt in 925 m u.d.M. Das Städtchen hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten und berühmtesten Skigebieten Bulgariens verwandelt. Bansko bildet eine einmalige Kombination aus der unberührter Naturschönheit des Pirin-Gebirges und der warmen Gastfreundschaft eines Staädtchens aus der Wiedergeburtszeit. Außer einem modernen Skigebiet ist Bansko auch ein wichtiger historischer Ort für Bulgarien. Die Einwohner sind stolz auf ihre Trinitatskirche, die zu den größten religiosen Baudenkmälern Bulgariens aus der Zeit des 19 Jhs. zählt. Der Charme der einheimischen Restaurants steckt in ihrem einmaligen Baustil, der schmackhaften heimischen Küche und der guten Auswahl bulgarischer Weine.

Melnik

Gelegen an dem südwestlichen Fuß des Pirin-Gebirges, kann Melnik als die Stadt des Weins und der Sandsteinpyramiden bezeichnet werden. Der schwere einheimische Rotwein, die aus Stein gebauten Festungshäuser und die scöne Natur der Umgebung verleihen dem Ort seine grosse Popularität. Die sagenumwobenen Sandsteinpyramiden mischen sich mit ihren Farben im romantischen Ensemble ein. Unweit von Melnik befindet sich das malerische Roshen-Kloster.


     

Unsere Reisen im Pirin-Gebirge können Sie hier schauen:

WANDERN IN RILA UND PIRIN

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Die Rhodopen

Wild und unberührt ist die Heimat des Orpheus, ein wogendes Meer von bewaldeten Hohenzugen mit einer einmaligen Vielfalt an Flora und Fauna. Mit Ausnahme mancher Wintersportorte, wie Pamporovo oder Tschepelare, sind die Rhodopen touristisch noch kaum erschlossen, eine Reise hierhin ist immer noch ein kleines Abenteuer.

Die Flusstäler der Maritza und Mesta bilden die Nord- und Westgrenze dieses flachenmässig größten Gebirges Bulgariens. Im Suden erreichen die Gebirgshänge die grüne Ägaische Küste Griechenlands. Homer nannte die Rhodopen "das schneereichste Gebirge Thrakiens". Die Rhodopen waren das Reich von Orpheus - dem mythischen thrakischen König und Sänger, der die Gehemnisse der Natur kannte. Er war ein göttlich begnadeter Musiker, der mit Leier und Gesang sogar wilde Tiere betören, Steine und Pflanzen bezaubern konnte. Ewig bleibt seine Liebe zu der Nymphe Eurydike, auf deren Suche er sogar in die Unterwelt hinabstieg. Die Hohle Djavolskoto Gurlo (die Teufelskehle) symbolisiert heutzutage sein ehemaliges Ziel. Die Felsen in der Umgebung der Hohle sind mit den Blumen von Orpheus bewachsen - dem endemischen Rodopi Silivrjak (Haberlea rhodopensis), der als Symbol seiner Opfergabe bezeichnet wird.

Die Rhodopen sind aus einem westlichen und einem östlichen Gebirgsteil gebildet. Der westliche Teil ist mit dichtem Kiefernwald bewachsen - dem größten der Balkanhalbinsel. In diesem Reich der Stille und Naturschönheit herrschen Rothirsche und Keiler. Der Naturreichtum der Rhodopen ist großartig und selbst heutzutage werden geschutzte Gebiete gebildet. Die meist besuchten Orte in diesem Gebirge sind die sog. "Wunderbrücken", die Canyons von Trigrad und Yagodina, "die Teufelskehle", die Höhle Yagodina, die Dörfer Kovatschevitsa und Schiroka Luka. Es gibt mehrere Wanderwege und Fahrtrouten. Im Winter ermöglicht die gute Schneedecke das Schneeschuhwandern und macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der ostliche Teil des Gebirges ist wegen seiner reichen biologischen Vielfalt sehr bedeutsam. Die seltsamen Geier aus dem Gebiet von Madsharovo zählen zu den geschützten Vogelarten im Land. Das reiche Kulturerbe der Thraker wird durch die Überreste der prächtigen Stadt Perperikon veranschaulicht - der Tempelstätte von Dionysos. Eine andere Tempelstätte, die sich unweit des Dorfes Tatul befindet, war vermutlich dem legendaren Orpheus gewidmet.

      

Sowohl im westlichen, wie auch im östlichen Gebirgsteil der Rhodopen gibt es hervorragende Möglichkeiten zum Wandern. So kann man eben am besten die einheimische Folklore und die bezaubernde Anziehungskraft des Gebirges kennen lernen.

Bachkovo-Kloster

Nur ca. 30 km südlich von Plovdiv führt die Straße durch herrliche Landschaft Richtung Smoljan. Auf dem Weg liegt das Batschkovo-Kloster, es ist das zweitgrößte in Bulgarien. Inmitten des rekonstruierten Wiedergeburtsensembles mit seinen hohen Mauern, kopfsteingepflasterten Höfen und zweistockigen Galerien befindet sich die Kreuzkuppelkirche Sveta Bogoroditsa.

Kovachevitsa

Kovatschevitsa ist seit 1977 zum Museumsdorf erklart. Das Dorf ist berühmte auch wegen der Tatsache, dass hier in letzter Zeit viele Film-Produktionen gedreht worden sind. Die Kapelle des Hl. Georg und der Wasserfall sind einen Halb-Tagestrip wert. Hier bieten sich gute Unterkunftsmöglichkeiten.

Unsere Reisen in den Rhodopen können Sie hier schauen:


RHODOPEN - STANDORTWANDERREISE
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Vitoscha-Gebirge

Sofia ist die zweithöchste Hauptstadt in Europa. Die bulgarische Metropole liegt 550 m hoch an den Nordhängen des Vitoscha-Gebirges, das das mächtigste Glied des Riegels von Gebirgszugen bildet, der Sofia gen Suden und Sudwesten schützt. Jahrhundertealte Wälder beherrschen das Landschaftsbild von Vitoscha - es ist ein Naturpark! Zwei Naturreservate - Bistrischko Branischte und Torfeno Branischte - sind innerhalb seines Territoriums gegründet worden. Berühmte Waldbewohner sind hier der Bär, der Wolf und der Rothirsch. Zu den Naturphänomenen zählen die sog. "Steinernen Flüsse" - die Morenen, die dem Landschaftsbild einen ausserirdischen Charakter verleihen.

Skilaufen ist an den östlichen Hängen des höchsten Gipfels Tscherni Vruch (2290 m) möglich. Das Skizentrum heißt Aleko.

      

Boyana-Kirche

Die Boyana-Kirche ist die berühmteste Kirche Bulgariens. Es steht unter UNESCO Schutz. Die Wandmalereien sind hier bemerkenswert - im Jahr 1259 fertiggestellt.

Unsere Reisen im Vitosha-Gebirge können Sie hier schauen:


SOFIA - DIE HAUPTSTADT

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Balkan-Gebirge

Vom Nordwesten bis zum Schwarzen Meer teilt das Massiv des Balkan-Gebirges (Stara Planina) Bulgarien in zwei fast gleich große Hälften und bildet eine Wetter- und Wasserscheide zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. Einzig der längste Fluss Bulgariens - die Iskar, durchbricht das etwa 550 km lange Gebirge im Nordosten. Auf seinem Territorium bestehen ein National- und drei Naturparks Der Nationalpark Zentral-Balkan liegt im mittleren Teil des Gebirges und beherbergt insgesamt 9 Reservate. Der Park ist in PAN Parks - das europäische Netz naturgeschutzter Territorien, aufgenommen.

Stara Planina besteht aus einem westlichen, mittleren und östlichen Gebirgsteil.

Der westliche Teil von Stara Planina erstreckt sich von Vruschka Tschuka bis zum Zlatischki-Bergpass. Das Panorama hier wird durch die zahlreichen mächtigen Berge und die tiefen Flusstäler geprägt. Einen Hohepunkt bildet die Schlucht des Iskar-Durchbruchs. Ein anderes beeindruckendes Natur-Phänomen - die Felsriffen Vratzata - bietet sich in der Umgebung der gleichnamigen Stadt dar. Der Naturpark Vratschanski Balkan beherbergt zahlreiche Eco-Trails.
 

Der mittlere Gebirgsteil reicht vom Zlatischki- bis zum Vratnik-Bergpass. Der Nationalpark Zentral-Balkan beherrscht ein Riesenstück aus seinem Territorium. Der höchste Gipfel heißt Botev (2376 m). Der alpine Charakter von diesem Gebirgsteil, sowie das dicht ausgebaute Netz von Berghütten und Wanderwegen machen ihn so popular bei den Naturliebhabern. Der höchste Wasserfall des Landes liegt unweit des Städtchens Kalofer und heißt Rajsko Pruskalo (124 m).

Der Naturpark Bulgarka befindet sich auch im mittleren Teil des Balkan.

Der östliche Teil von Stara Planina erstreckt sich vom Bergpass Vratnik bis zum Kap Emine an der Schwarzmeerküste. Im Vergleich zum Mittleren Balkan ist das östliche Balkan-Gebirge nicht so hoch, nimmt aber in der Breite zu. Hier liegt der Naturpark Blaue Steine.

Stara Planina war die Wiege der bulgarischen Kultur aus der Zeit der Wiedergeburt. Kein Wunder, dass viele alte Volkslieder und Dichtungen vom Balkan handeln und zwei der drei höchsten Balkan-Gipfel die Namen der revolutionären Volkshelden Botev und Levski tragen. Mehrere Orte, die an seinen Hängen liegen, waren Zentren der Kultur, der Kunst, des Handels und des Handwerks im 18. und 19.Jh.

     

Troyan

Der Name dieser Stadt leitet sich von der römischen Heerstrasse Via Trajana ab, die quer über den heutigen Trojan-Pass die Verbindung vom romischen Misia nach Thrakien herstellte. Die Stadt ist ein hervorragender Ausgangspunkt fur Ausflüge ins Trojan-Kloster und zu manchen Orten im mittleren Teil von Stara Planina: Tscherni Ossam, Apriltzi, Schipkovo und Tschiflik, die ihrerseits die Erkundung des Nationalparks Zentralbalkan ermöglichen.

Belogradchik

Noch westlich der kleinen Ortschaft Belogradchik zeichnen sich bizarre Felsgebilde wie riesige Gestalten in einem Schattentheater vor dem klaren Himmel ab. Inmitten der Felsenwelt etwa 2 km oberhalb des Zentrums befindet sich die alte Festung Kaleto, die ursprunglich von den Römern errichtet und im Laufe der Geschichte von byzantinischen, bulgarischen und osmanischen Herrschern übernommen und umgestaltet wurde.

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Strandzha-Gebirge

Das Strandzha-Gebirge! Dieses zum Naturpark erklärte Gebirge ist geologisch der älteste Teil der Balkanhalbinsel. Hier hielten sich einst Thraker, Griechen, Kelten, Römer, Slaven und Türken auf. Von großer Bedeutung sind die Denkmäler der thrakischen Begräbniskultur. All diese verschiedenen Völker haben an diesen heiligen Orten etwas von ihrer Weisheit den Nachkommenden hinterlassen. Davon legen die erhaltenen Bräuche der Feuer-Tänze Zeugnis ab.

     

Der Naturpark Strandzha ist das größte unter Schutz stehende Territorium Bulgariens. Innerhalb der Grenzen des Parks sind 5 Reservate vereint. Trotz der niedrigen Höhe, entspringen vom Gebirge viele Flüße - Ropotamo, Weleka und Mladeschka, in deren Tälern sich eine europaweit einzigartige Flora und Fauna entwikelt hat. Der Pflanzenreichtum von Strandzha ist bemerkenswert. Hier findet man fast die Hälfte aller in Bulgarien vorkommende Pflanzen. Das Wahrzeichen ist die Rhododendron ponticum, welche im Mai blüht. Die Anzahl der endemischen Arten ist 56. Bisher wurden etwa 35 Arten von Orchideen entdeckt. Über dem Gebirge fliegen die verschiedensten Vögel auf der Migrationsstraße "Via Pontica". Von den unter Schutz stehenden Arten findet man hier den schwarzen Storch, den Felsen-Adler, den ägyptischen Geier u.a. Die Population der Schmetterlinge ist ebenfalls eindrucksvoll.

Das milde Klima in Verbindung mit der hügeligen Landschaft und der traditionellen Viehzucht haben den Baustil der Strandzha-Häuser beeinflußt. Die besten Beispiele findet man im Dorf Bruschlian, ein Museumsdorf. Die meisten Häuser aus 18.-19. Jh., haben zwei Stockwerke, wobei das erste mit Schlamm und roter Erde verputzt ist. Das zweite Stockwerk besteht aus einer Holzkonstruktion.

Strandzha ist ein heiliges und geheimnisvolles Gebirge. Seit der Antike werden hier bestimmte Haine, Quellen und uralte Bäumen verehrt. Viele der alten rituellen Bräuche haben sich bis in die heutige Zeit erhalten. Der Sonnenkult und die Verehrung der Mutter Erde waren weit verbreitet. Die Thraker beteten an speziell ausgewählten Plätzen im Gebirge, wo es Felsen, eine weite Aussicht und den ganzen Tag Sonnenschein gab. Im 4. Jh. kam das Christentum in diese Region und veränderte die verbreiteten alten Glaubensrichtungen. Dennoch ist eine gewisse Kontinuität feststellbar. So wurden etwa die christlichen Kirchen auf den Fundamenten der alten Opferstätten und Heiligtümer gebaut, die alten Feste wurden mit dem christlichen Kalender verbunden usw.

STRANDZHA GEBIRGE, DÖRFER UND MEER
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Donau Region

Die von Dichtern und Komponisten so gern besungene "Blaue Donau" ist aufs Engste  mit der bulgarischen Geschichte verknüpfNoch im 7. Jahrhundert entstandene Erstes Bulgarisches Reich wurde damals als Donaubulgarien bezeichnet Heute wird die Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien fast auf ganzer Länge von der Donau gebildet. Unsere Großeltern erinnern sich noch daran, als der Fluss komplett zugefroren war und die Hochzeitsgäste mit Pferdewagen über das Eis zum anderen Ufer gefahren sind. Immer noch leben Wölfe und Bären in dieser Region Europas, wo die Donau bis heute ihren wilden Charme bewahrt hat. Wälder und Feuchtgebiete säumen die Ufer; unbewohnte Inseln, Sümpfe und Seen sind Lebensraum für seltene Tieren und Pflanze. Abgesehen von Russe gibt es keine große Städte; kleine Fischerdörfer und Städtchen fügen sich harmonisch an das Bild dieser einzigartigen Naturlandschaft.


Von großen Investitionsprojekten verschont geblieben, bietet das bulgarische Donauufer auch eine Reihe Kulturchätze, die nicht zuletzt wegen der geringen touristischen Erschließung in einem bemerkenswert guten Zustand sind. Besonders sehenswert sind die Thrakische Grabstätten aus dem 4. Jh. v. Chr., die Überreste römischer Befestigungen und Siedlungen, die zum Schutz des Limes angelegt wurden. Burgen, Festungen und Tekken aus osmanischer Zeit und wundervolle mittelalterliche Felsenkirchen sind auch besonders empfehlenswert. Einige dieser Denkmäler sind auch in die UNESCO- Liste als Weltkulturerbe eingeschrieben.

     

Das reiche kulturelle Erbe des Regions ist in den traditionellen Bräuchen und Festen noch heute lebendig. Besonders in der Musik der sogenannten Nördlichen Folkloreregion Bulgariens wird deutlich, welch fruchtbare Verbindung die Balkan-Rhythmen und die westliche Stilrichtungen yusammengründen. Vielfältig ist auch die Küche des bulgarischen Donaugebiets. Neben den vielen Fischspezialitäten ist die regionale Küche vor allem von bulgarischen Nationalengerichten geprägt (Baniza, Shopska  Salat, gefüllte Weinblätter; Joghurt u. a.). Die lange Tradition des Weinbaus kann man in den Weinkellern von Orjachovo, Lyaskovets, Russe, Silistra und Pleven kennenlernen, wo man ein breites Spektrum bulgarischer Weine (und Sekt) verkosten kann, etwa den fruchtigen roten Gamza aus Novo Selo, den weißen Misket aus der Region um Vratsa oder auch Sekt aus Magura.

Hier können Sie die Brochure "Reiseziel Donau - Bulgarien" herunterladen.

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